Beim Betreten des Kellers fällt ein ungewöhnlicher Geruch auf. Die Luft wirkt nicht nur abgestanden, sondern leicht stechend. Besonders in der Nähe eines Bodenabflusses oder Waschbeckens kann dieser Geruch stärker wahrnehmbar sein.
Viele Menschen vermuten zunächst einen typischen Kellergeruch. In einigen Fällen hängt der Geruch jedoch mit dem Abfluss im Keller zusammen. Dieser Zusammenhang wird im Alltag oft erst nach einiger Zeit erkannt.
Problem und Kontext
In vielen Kellern befinden sich Bodenabläufe oder Abflüsse für Waschmaschinen, Waschbecken oder Heizungsanlagen. Diese Abflüsse sind normalerweise mit einem Geruchsverschluss ausgestattet.
Der Geruchsverschluss enthält Wasser, das verhindert, dass Gerüche aus der Kanalisation in den Raum gelangen. Wenn dieses Wasser verdunstet oder über längere Zeit nicht erneuert wird, kann der Geruch in den Keller gelangen.
Dadurch entsteht ein stechender oder muffiger Geruch, der sich im Raum ausbreitet. Besonders in selten genutzten Kellern tritt dieses Problem häufiger auf.
Auch kleine Mengen Feuchtigkeit im Keller können dazu beitragen, dass sich der Geruch länger im Raum hält.
Typische Alltagssituationen
Der Geruch fällt häufig auf, wenn der Keller längere Zeit nicht genutzt wurde. Beim Öffnen der Tür wirkt die Luft im Raum stärker als sonst.
Auch in der Nähe eines Bodenabflusses kann der Geruch besonders deutlich wahrnehmbar sein. Wenn man sich dem Abfluss nähert, wird er oft intensiver.
Viele Haushalte bemerken das Problem auch nach längerer Abwesenheit. Wenn mehrere Wochen kein Wasser durch den Abfluss geflossen ist, kann der Geruchsverschluss austrocknen.
Ein weiteres typisches Szenario entsteht in Kellern mit Waschmaschinenanschlüssen, wenn diese selten genutzt werden.
Warum das im Alltag stört
Ein Keller mit Abflussgeruch wirkt im Alltag schnell unangenehm. Schon kurze Aufenthalte im Raum können als störend empfunden werden.
Der stechende Geruch kann sich im gesamten Keller verteilen. Dadurch entsteht der Eindruck, dass der Raum dauerhaft muffig riecht.
Auch gelagerte Gegenstände können den Geruch aufnehmen. Kartons oder Textilien können dadurch ebenfalls unangenehm riechen.
Für viele Haushalte verliert der Keller dadurch einen Teil seiner praktischen Nutzung.
Was im Alltag wirklich hilft
Im Alltag hilft es zunächst, den Abfluss regelmäßig zu kontrollieren. Wenn der Geruchsverschluss ausgetrocknet ist, kann es bereits helfen, etwas Wasser in den Abfluss zu geben.
Dadurch wird die Sperre im Abfluss wieder hergestellt. Der Geruch aus der Kanalisation kann dann nicht mehr so leicht in den Raum gelangen.
Zusätzlich kann ein Feuchtigkeitsabsorber Granulat im Keller helfen, überschüssige Feuchtigkeit aus der Luft aufzunehmen. Wenn die Luft im Keller trockener ist, können sich Gerüche weniger stark im Raum halten.
In vielen Kellern trägt eine geringere Luftfeuchtigkeit dazu bei, dass sich der Geruch im Alltag weniger ausbreitet.
Worauf man achten sollte
Bei Abflussgeruch im Keller ist es sinnvoll, den Geruchsverschluss regelmäßig zu überprüfen. Besonders selten genutzte Abflüsse können mit der Zeit austrocknen.
Auch eine regelmäßige Nutzung des Abflusses kann helfen, den Wasserstand im Geruchsverschluss stabil zu halten.
Darüber hinaus ist es hilfreich, den Keller gelegentlich zu lüften. Frische Luft kann abgestandene Luft aus dem Raum verdrängen.
Eine gute Lagerung der Gegenstände kann ebenfalls dazu beitragen, dass sich Gerüche weniger stark im Keller festsetzen.
Fazit
Abflussgeruch kann eine mögliche Ursache für muffigen Kellergeruch sein. Besonders in selten genutzten Kellern kann der Geruchsverschluss im Abfluss austrocknen.
Durch einfache Kontrollen, regelmäßige Nutzung des Abflusses und eine Reduzierung der Luftfeuchtigkeit lässt sich der Geruch im Alltag oft deutlich verringern.