Beim Betreten eines Kellers fällt manchmal sofort ein muffiger Geruch auf. Die Luft wirkt schwer und leicht modrig, besonders wenn der Raum längere Zeit geschlossen war. Selbst nach dem Lüften bleibt der Geruch oft noch im Raum wahrnehmbar.
Viele Keller wirken auf den ersten Blick trocken. Trotzdem entsteht mit der Zeit ein Geruch, der typisch für feuchte Räume ist. Häufig steht dieser Geruch in direktem Zusammenhang mit der Luftfeuchtigkeit im Keller.
Feuchtigkeit kann sich im Keller langsam aufbauen. Auch wenn sie nicht sofort sichtbar ist, verändert sie das Raumklima und beeinflusst die Luft im gesamten Raum.
Problem und Kontext
Keller befinden sich meist unterhalb der Erdoberfläche. Dadurch sind sie stärker von Bodenfeuchtigkeit und Temperaturschwankungen betroffen als andere Räume im Haus.
Wenn warme Luft in einen kühlen Keller gelangt, kühlt sie sich ab. Dabei kann Feuchtigkeit in der Luft gebunden bleiben und sich im Raum verteilen.
Diese Feuchtigkeit sammelt sich besonders in Bereichen mit wenig Luftbewegung. Wände, Böden und gelagerte Materialien können sie aufnehmen.
Mit der Zeit entstehen dadurch Bedingungen, in denen sich der typische muffige Kellergeruch bildet.
Typische Alltagssituationen
Feuchtigkeit im Keller macht sich häufig zuerst an gelagerten Gegenständen bemerkbar. Kartons können sich leicht weich anfühlen oder ihre Stabilität verlieren.
Auch Textilien oder Kleidung können nach längerer Lagerung einen Kellergeruch annehmen. Selbst wenn sie trocken wirken, bleibt der Geruch oft bestehen.
Metallgegenstände können sich kühl und leicht feucht anfühlen. In manchen Fällen bilden sich auch kleine Feuchtigkeitsspuren an Wänden oder Regalen.
Der Geruch wird besonders deutlich, wenn der Keller längere Zeit geschlossen war und die Luft kaum bewegt wurde.
Warum das im Alltag stört
Ein Keller mit erhöhter Luftfeuchtigkeit verändert die Nutzungsmöglichkeiten des Raumes. Viele Gegenstände lassen sich dort nur noch eingeschränkt lagern.
Kartons können ihre Stabilität verlieren, während Stoffe und Papier den Geruch aus der Luft aufnehmen. Diese Materialien geben den Geruch später wieder ab.
Wenn solche Gegenstände später in Wohnräume gebracht werden, kann der Geruch weiterhin wahrnehmbar bleiben. Dadurch verbreitet sich der typische Kellergeruch auch außerhalb des Kellers.
Auch kurze Aufenthalte im Keller wirken unangenehm, wenn die Luft dauerhaft feucht und muffig erscheint.
Was im Alltag wirklich hilft
Wenn Feuchtigkeit die Ursache für den Geruch ist, sollte zuerst die Luftfeuchtigkeit im Keller reduziert werden. Sinkt die Feuchtigkeit, verändern sich auch die Bedingungen für Gerüche im Raum.
Eine Möglichkeit dafür ist der Einsatz eines Luftentfeuchter für Keller.
Ein Luftentfeuchter zieht feuchte Luft aus dem Raum an und entzieht ihr Wasser. Die trocknere Luft wird anschließend wieder in den Raum abgegeben.
Durch diesen Prozess kann die Luftfeuchtigkeit im Keller nach und nach sinken. Materialien im Raum geben weniger Feuchtigkeit ab, und das Raumklima wirkt stabiler.
Mit der Zeit wird dadurch auch der muffige Geruch deutlich schwächer wahrgenommen.
Worauf man achten sollte
Damit die Luftfeuchtigkeit im Keller dauerhaft sinkt, sollte der Luftentfeuchter möglichst frei im Raum stehen. So kann die Luft ungehindert zirkulieren.
Auch die Größe des Kellerraums spielt eine Rolle. Größere Räume benötigen Geräte mit ausreichender Leistung, damit die Feuchtigkeit effektiv reduziert wird.
Der Betrieb sollte über einen längeren Zeitraum erfolgen. Veränderungen im Raumklima entwickeln sich meist schrittweise.
Zusätzlich kann gelegentliches Lüften helfen, wenn die Außenluft trockener ist als die Luft im Keller.
Fazit
Feuchtigkeit gehört zu den häufigsten Ursachen für muffige Kellerluft. Auch wenn sie nicht sofort sichtbar ist, kann sie das Raumklima deutlich verändern.
Wenn die Luftfeuchtigkeit im Keller reduziert wird, können sich auch Gerüche im Raum langsam verringern. Dadurch wirkt der Keller mit der Zeit wieder trockener und neutraler.